Mi., 31.01.2018

Verabschiedung

Noch mal richtig gefordert

Bei der Arbeit bis zum Schluss: Vor seiner Verabschiedung in den Ruhestand war Thomas Heymann noch bei den Winterspielen in Aktion, hier als Handstand-Helfer. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - Bevor er die „warme Dusche“ der Lobreden anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand genießen konnte, musste Grundschullehrer Thomas Heymann noch mal ordentlich ran an die Arbeit.

Von Alfred Riese, Alfred Riese

Der zweite Teil der Winterspiele der St.-Georg-Grundschule brachte nämlich am Dienstagvormittag die Dritt- und Viertklässler in Bewegung und ihre Lehrer gleich mit.

Nach Training im Sportunterricht und wahlweise mit viel Mut und Selbstüberwindung oder mit Kühnheit und Tempo absolvierten die Kinder in der Hermann-Berg-Sporthalle einen Rundlauf, der für jede Muskelgruppe und die Motorik im Kopf Herausforderungen bot. Zu den sportlichen Aufgaben zählten Klassiker wie Seilchenspringen und Purzelbaum ebenso wie das Schwingen am Tau oder das Überwinden der Kletterwand – fast schon wie im Agententraining. Eine Disziplin, die alle zusammen zur gewohnten Zeit erledigten: die Frühstückspause.

Mit dabei waren wieder die Sporthelfer der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG). Elf Zehnklässler übernahmen Aufgaben als Riegenführer und Stationsleiter und unterstützen so die Grundschullehrerinnen. „Das ist schon anstrengend, aber es macht Spaß“, kommentierte einer die Arbeit mit den Grundschülern. Viertklässler Hugo hatte im Falke-Trikot seinen Jugendfußballtrainer Ben entdeckt und bestätigte: „Die Sporthelfer machen das gut, und meistens hören wir auf sie.“

Die beiden jüngeren Jahrgängen hatten ihre Winterspiele in der vergangenen Woche.

Für ihren scheidenden Lehrer legte sich die St.-Georg-Grundschule im Anschluss an die Winterspiele mit einer Zirkusvorstellung ins Zeug, mit einem überraschten Thomas Heymann in der Rolle des Direktors. Die Klassen lieferten nach vielen „heymlichen“ Proben alles, was man für eine Vorstellung in der Manege braucht: Jonglage, Akrobatik und sogar eine Wilde-Löwen-Dressur. Das Abschlussbild zeigte nach oben mit einer Pyramide aus Lehrerinnen und OGS-Mitarbeiterinnen. Dankesworte kamen von Vertreterinnen der Elternschaft und der Schulleitung. Der in Greven lebende Thomas Heymann hat am Halbjahresende 39 Jahre als Lehrer gearbeitet, von Beginn an und ohne Unterbrechung an der St.-Georg-Grundschule. Damit dürfte er in der vollen Sporthalle der Mensch mit der längsten Schulzeit gewesen sein.